Medienpädagogische Perspektiven im Podcast „berufsjugendlich“: Kristina Richter zur Social-Media-Debatte

Die Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ist auch Gegenstand der neuesten Folge des Podcasts „berufsjugendlich“ von Anna Grebe und Jendrik Peters. Die beiden nehmen die gesellschaftspolitische Diskussion aus Sicht der Jugendpolitik unter die Lupe und haben dafür verschiedene Fachperspektiven eingeholt, u.a. die medienpädagogische Perspektive. Ab Minute 41:13 ist Kristina Richter zu hören, die die medienpädagogische Position zu diesem vieldiskutierten Thema skizziert.
Kristina Richter macht deutlich, dass pauschale Verbote zu kurz greifen: Statt junge Menschen aus digitalen Räumen auszuschließen, brauche es Begleitung, Stärkung und echte Teilhabe. Soziale Medien sind für Jugendliche keine Freizeitoption am Rande, sondern zentrale Orte des Aufwachsens, der Kommunikation und der demokratischen Mitgestaltung. Diese Perspektive wird im Gespräch auch durch die Stellungnahme der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) zum SPD-Impulspapier „Sichere Soziale Medien“ gestützt, die Kristina Richter zitiert. Die GMK hält darin fest, dass Verbote Rechte junger Menschen verletzen – darunter das Recht auf Information, Meinungsäußerung und gesellschaftliche Teilhabe. Stattdessen fordert die GMK eine konsequente Regulierung der Plattformen sowie den Aufbau medienpädagogisch begleiteter, nicht-kommerzieller digitaler Räume als demokratische Notwendigkeit.
Die ganze Folge ist jetzt verfügbar und sehr hörenswert!