Kristina Richter bei ntv: Warum ein Social-Media-Verbot die falsche Antwort ist

Die aktuelle politische Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche hat in den vergangenen Wochen Fahrt aufgenommen: Australien hat ein solches Verbot bereits umgesetzt, Frankreich hat es beschlossen, und auch in Deutschland fordern SPD und CDU strengere Regelungen.
Unsere Geschäftsführerin Kristina Richter nimmt in ihrer Rolle als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V. in einem aktuellen Artikel bei n-tv dazu Stellung – und macht deutlich, warum ein pauschales Verbot keine nachhaltige Lösung sein kann. Statt Kinder und Jugendliche von sozialen Medien auszusperren, brauche es konsequente Medienbildung, eine stärkere Regulierung der Plattformen und ihrer suchtfördernden Algorithmen sowie gut ausgestattete Fachkräfte in Schulen und außerschulischen Einrichtungen.
Verbote mögen politisch attraktiv wirken. Die gesetzliche Regelung für den Schutz besteht allerdings bereits mit DSA, DSGVO, JuSchG und JuMStV. Die gesetzlichen Regelungen müssen nur durchgesetzt werden.
Was wir eigentlich brauchen ist eine nationale Bildungsoffensive Medienkompetenz. Medienbildung muss eine strukturelle Grundversorgung für Kinder, Jugendliche, pädagogische Fachkräfte und Erwachsene sein. Den Social Media und überhaupt der digitale Raum sind kein Freizeitvergnügen, sondern Lebensraum und Ort demokratischer Teilhabe. Wir können es uns nicht mehr leisten, Medienbildung nicht strukturell zu denken.
Genau hier setzt die Arbeit des Medienkulturzentrums Dresden an: mit konkreten Angeboten für alle Altersgruppen, für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Eltern und pädagogische Fachkräfte.
Den vollständigen Artikel gibt es hier zu lesen:
🔗 Warum ein Social-Media-Verbot für Kinder scheitern muss | n-tv