Rückblick: Das war der MINTA* Hackday 2026 in Freiberg
Unter dem Motto „Gemeinsam coden, tüfteln, Ideen entwickeln“ kamen am 9. Mai zahlreiche Jugendliche aus ganz Sachsen im Pi-Haus Freiberg zum MINTA* Hackday 2026 zusammen. Mädchen, inter, nicht-binäre, transmännliche, transweibliche und agender Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren nutzten die Gelegenheit, Technik auszuprobieren, kreative Projekte umzusetzen und neue Perspektiven auf die digitale Welt zu entdecken.
Nach der Begrüßung und einer gemeinsamen Kennenlernrunde startete der Tag mit einem Input zum Thema „Bunt, laut, digital – Mehr Vielfalt in die Tech-Welt“. Dabei wurde deutlich, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven in der IT-Welt sind und wie wertvoll es ist, wenn bisher unterrepräsentierte Gruppen ihre eigenen Ideen, Erfahrungen und Sichtweisen einbringen. Schnell entstand eine offene und motivierende Atmosphäre, in der sich alle willkommen fühlen konnten – unabhängig von Vorkenntnissen.
Anschließend stellten die Mentorinnen und Hackerinnen ihre Workshops vor und erzählten von ihrem persönlichen Weg in die Tech-Welt. Danach konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden und in verschiedene Themenbereiche eintauchen.
Die Workshops im Überblick
„Code & Create: Baue dein eigenes Instrument“ mit Charlotte Hennrich
Hier wurden Pappe, Alltagsgegenstände und Technik zu interaktiven Musikinstrumenten kombiniert. Mit MakeyMakey und Scratch programmierten die Teilnehmenden eigene Sounds und verwandelten ihre gebastelten Objekte in kreative Klangmaschinen.
Das absolute Highlight der zwei Workshop-Durchgänge war die gemeinsame Audio-Performance der Teilnehmenden. Dazu schlossen einige Zuhörerinnen die Augen und versanken in den Klängen der selbst gestalteten Musikinstrumente.
„Stories zum Eintauchen – Storytelling in VR & AR“ mit Britta Senn
In diesem Workshop entwickelten die Jugendlichen eigene Geschichten und setzten sie mit Virtual- und Augmented-Reality-Technologien um. So entstanden virtuelle Welten voller kreativer Ideen, die anschließend direkt in VR erlebt werden konnten.
„Ich & KI – ein Zine-Workshop“ mit Kristin Fritsch und Alexa Steinbrück
Hier setzten sich die Teilnehmenden kreativ mit Fragen rund um Identität, Daten und Künstliche Intelligenz auseinander. Mit Zeichnungen, Texten und Collagen entstanden persönliche Zines – kleine selbst gestaltete Hefte, die sich mit der Frage beschäftigten, wie KI Menschen wahrnimmt und welche Aspekte menschlicher Identität einzigartig bleiben.
„Dein eigenes Spiel mit ‚Pocket Platformer‘ entwickeln“ mit Anna-Katharina Findel
Wer schon immer einmal ein eigenes Videospiel gestalten wollte, konnte hier erste Schritte in die Spieleentwicklung machen. Die Teilnehmenden entwickelten kleine Jump-and-Run-Spiele, entwarfen Level und gestalteten eigene Grafiken.
Das Tolle: Die entwickelten Spiele können zu Hause mit Freunden und Familie „gezockt“ und weiterentwickelt werden.
„Dein digitaler Stick“ mit Kaya Holzmeyer
In diesem Workshop traf Mode auf Technik: Die Jugendlichen entwarfen eigene Motive und Logos, digitalisierten ihre Designs mit Inkscape und bereiteten sie für die Stickmaschine vor. So entstanden individuell gestaltete Stoffbeutel mit persönlichen Stickereien.
Auch wenn die Stickmaschine manchmal mit Samthandschuhen angefasst werden musste, sprang die Freude am Erstellen der Stickware deutlich über.
„Bling-Bling! Wir basteln Schmuck, der wirklich funkelt!“ mit Rosalie Schmuck
An der kreativen Pausen-Station konnten die Teilnehmenden leuchtenden Schmuck mit LEDs gestalten und erste Erfahrungen mit dem Löten sammeln. Ob Kette, Anhänger oder Ohrring – die selbst gestalteten Schmuckstücke verbanden Technik mit individuellem Design und sorgten – neben einigen Geduldsproben – für viele leuchtende Ergebnisse.
Zum Abschluss des Tages kamen noch einmal alle zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen und ihre Projekte vorzustellen. Bei gemeinsamem Abendessen, Gesprächen und Gaming klang der ereignisreiche Tag in entspannter Atmosphäre aus.
Viele Teilnehmende nahmen nicht nur ihre Projekte, sondern auch neue Ideen, Inspiration und Begeisterung für Technik und Kreativität mit nach Hause. Der MINTA* Hackday zeigte erneut, wie vielfältig digitale Bildung sein kann – und wie wichtig Räume sind, in denen junge Menschen gemeinsam ausprobieren, lernen und ihre eigenen Ideen verwirklichen können.
Wer weiter an eigenen Projekten arbeiten oder einmal bei Jugend hackt mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, das Jugend hackt Open Lab in Freiberg zu besuchen. Jeden zweiten Mittwoch zwischen 16 und 18 Uhr können Interessierte dort gemeinsam coden, tüfteln und eigene Ideen entwickeln. Kommt vorbei!
Damit außerschulische Bildungsangebote wie unsere Hackdays auch künftig stattfinden können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Als gemeinnütziger Verein tragen wir einen Teil der entstehenden Projektkosten selbst. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann dies über die aktuelle 99-Funken-Crowdfunding-Kampagne der Sparkassen tun. Jeder Beitrag hilft dabei, Bildungsangebote für junge Menschen in Sachsen weiterhin möglich zu machen.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

