Digitaler Fachbesuchertag „Digitaler Aufschwung durch Corona?!“

Start: 13.11.2020, 08:30 - 15:00 Uhr


Die Corona- Pandemie hat verdeutlicht, wie wichtig und nutzbringend digitale Medien für Lehrende und Lernende zur Wissensvermittlung und als Kommunikationsmittel sind. Beim Fachbesuchertag, der im Rahmen des digitalen Medienfestivals Dresden unter dem Titel „Digitaler Aufschwung durch Corona?!“ selbst auch online stattfinden wird, greifen wir die aktuellen Herausforderung für Lehrende auf und zeigen Möglichkeiten der vielfältigen Nutzung digitaler Medien im (online-) Unterricht.
In 9 Workshops haben Lehrkräfte aus ganz Sachsen die Möglichkeit, praktische Ideen für den Unterricht kennenzulernen.

Der Rundgang durch die digitale Preisträgerausstellung des Deutschen Multimediapreises mb21 im Rahmen des Medienfestivals 2020 runden den digitalen Fachbesuchertag ab.

Der Fachbesuchertag ist bereits ausgebucht! Bitte senden sie uns eine Mail an post@medienkulturzentrum.de wenn sie sich für die Warteliste eintragen möchten.

Ablauf:

8:30 – 09:15  Uhr Begrüßung durch Medienkulturzentrum Dresden e.V. und Koordinierungsstelle Medienbildung Sachsen
Impulsvortrag „Digitaler Aufschwung durch Corona?!“ durch Verena Knoblauch
9:15 – 10:45  Uhr

Workshop 1

Like&Learn: Lehren und lernen – digital und online

Workshop 2
OER – Unterrichtsmaterialen  für den digitalen Heimunterricht
Workshop 3
Videounterstütztes Unterrichten mit Lernsax
Rundgang virtuelle Preisträgerausstellung Deutscher Multimediapreis
11:00 – 12:30  Uhr Workshop 4
Rechtliche Bestimmungen beim Medieneinsatz im schulischen Kontext
Workshop 5
games for future – Spiele(n) mit ernsten Themen im Unterricht
Workshop 6
Tablets in der Grundschule
Rundgang virtuelle Preisträgerausstellung Deutscher Multimediapreis
Pause Rundgang virtuelle Preisträgerausstellung Deutscher Multimediapreis
13:00 – 14:30 Uhr Workshop 7
Gute LernApps für die Schule
Workshop 8
Virtual Reality und Augmented Reality im Unterricht
Workshop 9
Apps einfach selber machen – Einführung in die grafische Programmierung

Workshop 10

Minetest4edu

14:30 – 15 Uhr Abschlussrunde und Bedarfserhebung

 

Workshops:

Workshop 1: Like&Learn: Lehren und lernen – digital und online

Sabine Diener-Kropp – Medienpädagogische Mitarbeiterin SAEK Zwickau

Der Bedarf und Nutzen von E-Learning und E-Teaching ist spätestens durch die Corona-Krise in den Fokus gerückt. Die Web-Veranstaltung „Like&Learn: Lehren und lernen – digital und online“ gibt einen Überblick über hilfreiche Online-Tools, die das kollaborative Arbeiten von Lehrern und Schülern erleichtern. Ziel ist es, die analogen Möglichkeiten der Wissensvermittlung, Gruppenarbeit sowie Kommunikation und Austausch um die der digitalen Möglichkeiten zu erweitern. Mit der Vorstellung von verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und der Diskussion möglicher Best Practice-Beispiele, wird gezeigt, wie man auch das Lernen, Lehren und Arbeiten erfolgreich digital und vor allem nah an der Lebenswelt von Jugendlichen gestalten kann.

 

Workshop 2: OER Unterrichtsmaterialen  für den digitalen Heimunterricht

Bernd Fiedler – Wikimedia Deutschland e. V., wirlernenonline.de

Die Open-Education-Plattform „Wir lernen online“ unterstützt Lehrer*innen und Schüler*innen bei digitalen Lehr- und Lernszenarien. Im Workshop werden die vielfältigen Unterrichtmaterialen für den Heimunterricht sowie Hilfestellungen und Tools und Empfehlungen für den digitalen Unterricht vorgestellt.

 

Workshop 3: Videounterstütztes Unterrichten mit Lernsax

Andre Klopsch – Referent Medienbildung und Digitalisierung Landesamt für Schule und Bildung

Das Angebot vermittelt Ihnen Kenntnisse darüber, wie Sie vertraute Unterrichtsphasen aus dem Präsensunterricht auf eine videounterstützte Umgebung übertragen können. Es setzt einen sicheren Umgang mit LernSax als Lernplattform voraus.
An Beispielen lernen Sie Einsatzmöglichkeiten des LernSax Webinar-Werkzeugs Konferenz kennen. Sie lernen die Handhabung unmittelbar durch die Teilnahme mit dem Werkzeug an diesem  Online-Workshop. Darüber hinaus wechseln sich Vortrag und Interaktion ab, damit Sie Sicherheit in der neuen Lernumgebung erlangen.

 

Workshop 4: Rechtliche Bestimmungen beim Medieneinsatz im schulischen Kontext

Dr. Thomas Hickfang – MPZ Leipzig

Im Workshop werden Möglichkeiten für die juristisch einwandfreie Organisation des Medieneinsatzes in der Schule vorgestellt und grundlegende Begriffe und Gesetze zum Thema Urheberrecht behandelt. Dabei werden Regeln für den Filmeinsatz im Unterricht, das Kopieren von Materialien und das Veröffentlichen von Fotos auch im digitalen Raum an die Hand gegeben.

 

Workshop 5: games for future – Spiele(n) mit ernsten Themen im Unterricht
Jürgen Sleegers – wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik an der TH Köln

Digitale Spiele sind für viele Heranwachsende ein bedeutsamer Teil ihrer Lebenswelt. Lehrende und Erziehende versperren mit ihren Sorgen und Annahmen oft vorschnell den Blick auf die gewinnbringenden Möglichkeiten, dieses Thema und die Expertise der Schüler*innen zu nutzen. Im Workshop werden erprobte Methoden für den Einsatz digitaler Spiele in Schule und Unterricht vorgestellt. Es wird anhand konkreter Beispiele aus den Themenfeldern „Klimawandel“, „Pandemie“ und „Ethik“ aufgezeigt, wie Unterrichtsinhalte erfolgreich mit Themen aus den Lebens- und Spielewelten von Schülerinnen und Schülern verknüpft werden können. Die Auswahl umfasst konkrete Anregungen für unterschiedliche Jahrgangsstufen und Schulformen. Im Online-Workshop werden zusätzlich kleine spielerische Elemente angewendet, die allgemein in Online-Formaten zur Aktivierung genutzt werden können.

 

Workshop 6: Tablets in der Grundschule

Verena Knoblauch – Grundschullehrerin, medienpädagogische Beraterin, Referentin und Autorin

Tablets können viel mehr sein als nur ein digitales Schreibheft. Die Schüler*innen können damit Lesen, Schreiben, Fotografieren, Filmen, Dokumentieren und Experimentieren. Trotzdem sind mit der Nutzung digitaler Medien im Unterricht auch Unsicherheiten verbunden. Je jünger die Schüler*innen sind, umso kritischer wird hinterfragt. „Kinder sollen lesen und schreiben lernen und nicht am Tablet spielen“, meinen Kritiker. „Wer wischt, der denkt nicht“, scheint ein gängiges Vorurteil zu sein.

(Wie) können digitale Medien sinnvoll im Grundschulunterricht eingesetzt werden und welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein? Anhand von Unterrichtsbeispielen soll gezeigt werden, wie die Medienkompetenz der Grundschüler*innen im Unterricht kreativ gefördert werden kann. Im Workshop werden Anregungen zur Umsetzung eigener Unterrichtsideen gegeben.“

Verena Knoblauch (Twitter: @VerenaKnoblauch) setzt seit Jahren digitale Medien erfolgreich im Grundschulunterricht an der Friedrich-Staedtler-Grundschule in Nürnberg ein. Ihr Ziel: Den Unterricht im Sinne einer zeitgemäßen Bildung stetig neu zu denken und zu verändern.

 

Workshop 7:Gute LernApps für die Schule

Kristina Richter – Medienpädagogische Mitarbeiterin Medienkulturzentrum Dresden

Lernen kann ziemlich anstrengend sein und Kinder zum Lernen zu motivieren ist keine leichte Aufgabe. Zum Glück gibt es eine Vielzahl an Apps, die das Lernen nicht nur erleichtern, sondern dabei auch noch Spaß machen und die Inhalte des Unterrichts unterstützen.

 

Workshop 8: Virtual Reality und Augmented Reality im Unterricht

Jens Tiburski – MPZ Landkreis Leipzig

Augmented Reality (AR) verknüpft die reale Umgebung mit virtuellen Elementen. Virtual Reality, kurz VR, ist eine digital programmierte Umgebung, die über ein Hilfsmittel in Form einer VR-Brille betreten und wahrgenommen wird. Damit AR-und VR-Anwendungen einen Mehrwert entfalten, sollten sie immer dann genutzt werden, wenn sie das Verstehen komplexer Zusammenhänge unterstützen und die in den Lehrplänen verankerten Kompetenzen fördern. Bisher werden beide Technologien und die damit verbundene fachliche Kompetenz im Unterricht wenig genutzt. Im Workshop werden Angebote vorgestellt, mit denen sich bereits jetzt fachspezifische und fächerübergreifende Kompetenzen fördern lassen. Die Nutzung einer VR Brille ist für den Workshop nicht nötig.

 

Workshop 9: Apps einfach selber machen – Einführung in die grafische Programmierung

John Weickardt – Medienpädagogischer Mitarbeiter SAEK Riesa

Wie wäre es, wenn Sie mit ihren Schüler*innen eine eigene App für ein Android-Smartphone oder -Tablet programmieren könnten?  Mit dem MIT App Inventor stellen wir ein Programm mit grafischer Programmierung vor, welches über eine einfache grafische Nutzungsoberfläche verfügt und so auch mit wenigen Vorerfahrungen genutzt werden kann.  Schritt für Schritt wird im Workshop eine simple App programmiert, live getestet und im Anschluss auf mehreren Geräten installiert.

 

Workshop 10: Minetest4edu

Marcel Hoffmann aKa „nac“ und Sandro Merbd aKa „tacker“ – Team minetest4kids und Lehrkräfte an Dresdner Schulen, haben langjährige Erfahrungen mit digitalen Beteiligungsprojekten

Das Spiel Minetest ist, wie Minecraft auch, ist ein sogenanntes Sandbox-Videospiel in dem man sich seine Welt wie in einem großen virtuellen Sandkasten selber gestalten kann. Bei der Erstellung einer solchen Welt entstehen verschiedene Biome, Landschaften wie Wüste, Meer, Flachland, Berge, Tundra, die man dann selbst erkunden kann. Durch die Spielmechanik sind den Spieler*innen nahezu keine Grenzen bei der Gestaltung und beim Spiel gesetzt. In der Pädagogik und Didaktik lässt sich Minetest durch seine hohe Flexibilität exzellent an individuelle Gegebenheiten sowie Lehr- und Lernsituationen anpassen. Durch die offene und freie Lizenz von Minetest können problemlos Modifikationen eingearbeitet und das Spiel selbst weitergegeben werden. Im Online-Workshop wird ganz praxisorientiert das Spiel auf dem eigenen Heim- PC installiert und in Betrieb genommen und im Anschluss verschiedene Minetest-Mechanismen und ihren jeweiligen Möglichkeiten und Herausforderungen aufgezeigt.

 

Rundgang virtuelle Preisträgerausstellung Deutscher Multimediapreis

In einem geführten Rundgang durch die virtuelle Ausstellung, werden die Nominierten des Deutschen Multimediapreis 2020 vorgestellt. Mit Hilfe des Jenaer Start-Ups „Roooms“ sind Räume entstanden, in denen die 15 Projekte präsentiert werden. Dabei berichten Texte, Bilder und Videos von den eingereichten Arbeiten. Die Ausstellung ist einen Monat geöffnet und kann individuell in dieser Zeit nach Lust und Laune erforscht werden.

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Die Teilnahme ist kostenfrei und die Veranstaltung als Lehrkräftefortbildung anerkannt.

Wichtig!
Der Fachbesuchertag ist ausgebucht! Bitte senden sie uns eine Mail an post@medienkulturzentrum.de wenn sie sich für die Warteliste eintragen möchten.