Die Kleine Filmakademie präsentiert: Filmische Reflexionen über den Umgang mit dem Fremden

fa-32015Am kommenden Montag, 2. März 2015 lädt das Programmkino Ost zur 170. „Kleinen Filmakademie“ ein. In einer filmischen Reflexion widmet sich Dr. Karsten Fritz vom Medienkulturzentrum Dresden dem Umgang mit dem Fremden. Dieser Umgang nahm im Verlauf der Filmgeschichte vielfältigste Formen an: Sei es in antisemitischen Hetzfilmen, in ethnologischen oder folkloristisch angehauchten Indianerfilmen oder in aktuellen französischen Filmkomödien. Im Anschluss an den Vortrag wird die Tragikomödie „Heute bin ich Samba“ gezeigt.

„Die Filmakademie versucht das immer wieder genauso gebrauchte wie missbrauchte Kino in seiner Rolle und Verantwortung in Bezug auf Klischees und Ängste einer Gesellschaft zu bestimmen“, so Dr. Karsten Fritz. „Im Zitieren und Analysieren von Filmen lässt sich das psychologische Spiegelbild einer Nation konstruieren, denn Filmbilder über den Fremden prägen sich in das kollektive Bewusstsein ein: sei es der Jude, der Indianer, der Schwarze oder der Sachse. Dies sind alles Filmbildgesichter, die Stereotype und Klischees manifestieren oder karikieren“.

Die Kleine Filmakademie ist eine Vortragsreihe, die sich der Liebe zum Film und der Erhaltung und Verbreitung von Filmen als Kulturgut verpflichtet fühlt. In loser Folge stellen Karsten Fritz im Programmkino Ost und Frank Apel im Kino in der Fabrik ihre Assoziationen vor, die sich aus Verbindungen mit dem Medium Film ergeben.

Nächster Termin im PK Ost: 13. April 2015 „Rom– die ewige (Film-)Stadt jenseits von Fellini.

Vortrag und Film:
2. März 2015 19 Uhr im Programmkino Ost
Eintritt 7 Euro, nur Vortrag 2,50 Euro